Allerheiligen

Der Friede fängt in unseren Herzen an

Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal mehr als nur ein Ritual.

„In diesem Jahr sind die Gedenktage im November - der heutige Allerheiligentag sowie der Volkstrauertag - vor allem geprägt von der Tatsache, dass es jetzt 80 Jahre her ist, als der Zweite Weltkrieg begann.“

Mit einer stimmungsvollen und sehr bewegenden Ansprache am Reiterswiesener Kriegerdenkmal gedachte Bürgermeister Toni Schick der Gefallenen und Opfer beider Weltkriege. In der gefühlsbetonten Gedenkfeier, die vom Reiterswiesener Gesangverein und von der Feuerwehrkapelle musikalisch umrahmt wurde, erinnerte Schick daran, dass die Tage Mahnungen seien. Jeder einzelne habe eine Aufgabe, für den Bestand von Freiheit, Wohlstand und Demokratie zu kämpfen. Nach beiden Kriegen gaben Politiker den Kampf um die Vorherrschaft in Europa auf und schufen eine Basis für friedliche Zusammenarbeit. Doch leider klinge es an vielen Stellen unseres Kontinents nach Nationalismus, Protektionismus und Abschottung.

„Wir haben vergessen, den Menschen zu vermitteln, dass Europa nicht nur eine Wirtschaftsgemeinschaft ist, sondern dass dahinter ein Versprechen auf Frieden, Freiheit und Wohlstand steht und dass in Zukunft alle Kriege zwischen uns verhindert werden sollen“, so der Bürgermeister

Pfarrvikar Michel Schmitt erinnerte bei seiner Ansprache daran, dass die Kriegerdenkmäler nicht nur an die Gefallenen, der Gemeinde oder an alle Opfer von Gewaltherrschaft erinnern, sondern gleichzeitig eine Mahnung gegen jeglichen Krieg und Unterdrückung sein sollen. Denn am Anfang standen immer Hass und Feindlichkeit gegen Fremde, anders Denkende oder anders Gläubige, anders Aussehende. Mahnung: Friede wird uns nicht geschenkt, sondern fängt in unseren Herzen an.

*Peter Klopf

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Veröffentlicht von Andreas Kuhn06.11.2019